ulrich cordes

Westfälischer Anzeiger zur Musik in „Schöpfung“

„Auch musikalisch beeindruckt die Produktion. Gewiss, Chor und Orchester wurden eingespart. Aber die drei Solisten Maria Helgath (Sopran), Ulrich Cordes (Tenor) und Robin Grunwald (Bass) tragen nicht nur die Rezitative stimmgewaltig zu Piano oder Cembalo (Petra Riesenweber) vor. Sie bringen auch viel Improvisation und Interaktion mit den Verfremdungen und Bearbeitungen durch T. D. Finck von Finckenstein ein. Mal stört nur ein untergründiges Grollen die Harmonie, oder ein dissonantes Echo am Schluss einer Zeile. Dann aber singen die Solisten eine Zeile wieder und wieder, wie einen Loop, und fügen sich ganz ins moderne Klangbild ein.“ 08.04.2018

Abenteuer Ruhrpott zur Musik in „Schöpfung“

„Der Stoff von Haydn aus dem Jahre 1798 wird in die Gegenwart geholt und zugleich in die Zukunft geschickt. Musikalisch begleitet werden die sehr schönen klassischen Gesänge von den Opernsolisten Maria Helgath, Ulrich Cordes und Robin Grunwald durch elektronische Live-Klänge mit teilweise historischen Stilelementen. Gekonnt präsentiert vom musikalischen Leiter T.D. Finck von Finckenstein und Petra Riesenweber. Man hebt allerdings auch in Richtung Weltall ab. Sie zaubern die passende Stimmung als Sound-collage auf die Bühne. Die beiden völlig verschiedenen Musikgenres harmonierten gut miteinander.“ 07.04.2018

nachtkritik.de zur Musik in „Schöpfung“

„Haydns Oratorium und die Sprechtexte, die Claudia Bauer und Dirk Baumann aus unterschiedlichsten Materialien collagiert haben, verhalten sich eher wie zwei parallele Linien, und die können sich zumindest in der euklidischen Geometrie niemals treffen. Die eine, T.D. Finck von Finckensteins Bearbeitung von Haydns Musik, zitiert noch einmal den großen Schöpfungsmythos der Genesis. Allerdings verschiebt sich durch die konsequente musikalische Reduktion und durch elektronische Verfremdungen die Wahrnehmung. Maria Helgath, Ulrich Cordes und Robin Grunwald, die drei stimmlich ungeheuer eindrucksvollen Opernsolisten, lobpreisen in Rezitativen, Arien und Chorpassagen zwar den Herren. Aber noch mehr feiern sie den Menschen als ‚Mann und König der Natur‘.“ 07.04.2018